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Wichtige Hinweise für die Stromversorgung an Bord, mit dryfit - sportline
(Gel) Batterien

Absolut wartungsfrei bedeutet

Sie müssen während der gesamten Batterielebensdauer keine Säurestandskontrolle durchführen, keine Pole einfetten und kein destilliertes Wasser nachfüllen.

Absolut wartungsfrei bedeutet nicht:

Sie dürfen die Batterie in Bezug auf die Ladung mit dem Bordladegerät vernachlässigen.

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Um eine lange Lebensdauer mit vielen Entladungen zu erhalten, sind die nachstehenden Punkte unbedingt zu beachten:

Beginnen
Sie Ihre Reise stets mit einer vollgeladenen Batterie.

Während des Urlaubs nützen Sie jede Gelegenheit zum Aufladen der Batterie über das eingebaute Bordladegerät.

Nach Beendigung der Reise muß die Batterie unbedingt länger als 12 Stunden über das Bordladegerät aufgeladen werden, da in der Regel auch bei längerem mobilem Einsatz die Batterie nie vollgeladen wird.

Gleiches gilt vor längeren Standzeiten, z.B. in der Winterpause. Hier muß ebenfalls die Batterie vorher länger als 12 Stunden geladen werden, damit sie sicher vollgeladen ist. Danach ist der Pluspol abzuklemmen.

Der Akku ist ein Stromspeicher. Die entnommene Kapazität muß der Batterie wieder zu 100 % zurückgeführt werden. Das Bordladegerät ist in der Regel das einzige Hilfsmittel, die Versorgungsbatterie wieder zu 100 % aufzuladen. Ladung mit einem ungeeigneten Ladegerät, das keine Nachladestufe hat, bzw. bei einer Ladespannung von 14,2 V abschaltet, führt zur starken Sulfatation der Batterieplatten und somit zum "Verhungern" der Batterie. Die Lichtmaschine oder das Solarpanel ist nur eine unterstützende Ladeeinrichtung, um über begrenzte Zeiträume autark zu sein.

Funktionsweise des Bleiakkumulators (Grundzüge):

Unabhängig davon, ob die Batteriesäure flüssig ist oder, wie in den dryfit - sportline Batterien, als Gel vorliegt, laufen in allen Fällen die gleichen chemischen Reaktionen ab.

Ein vollgeladener dryfit - sportline Bleiakkumulator mit 6 Zellen enthält Schwefelsäure als Gel und hat eine Ruhespannung von > 12,8 V. Die Elektroden (Batterieplatten) bestehen aus Blei mit großer Oberfläche (Bleischwamm) als negativer Elektrode und Bleidioxid als positiver Elektrode. Bei der Entladung wird die Schwefelsäure an den negativen und positiven Batterieplatten verbraucht. Dabei erfolgt unter Stromfluß eine chemische Umwandlung zu Bleisulfat und Wasser. Gleichzeitig sinkt die Ruhespannung auf 11,7 V. Die negativen und positiven Batterieplatten sind jetzt mit einer Bleisulfatschicht überzogen, behalten aber ihre stromleitenden Eigenschaften, sodaß beim anschließenden Ladevorgang die obigen Vorgänge wieder umgekehrt werden.

Um das bei der Entladung entstandene Bleisulfat (PbSO4) vollständig wieder in Bleischwamm (Pb) in den negativen und Bleidioxid (PbO2) in den positiven Platten umzuwandeln, ist eine Ladung von mindestens 12 Stunden mit einem geeigneten Bordladegerät, bzw. einem vom Batteriehersteller zugelassenen Ladegerät, durchzuführen.

lm tiefentladenen Zustand (bei Batterien mit flüssiger Säure nach mehr als 1 Tag, bei dryfit - sportline Batterien nach mehr als 4 Wochen (!), verlieren die Batterieelektroden zumindest teilweise ihre stromleitenden Eigenschaften, so daß eine Wiederaufladung nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.

Was führt zum Ausfall der Bordbatterie?

1. Negative Ladebilanz = Kapazitätsverlust = Batterieausfall

  • unzureichende Ladezeit (kleiner als 12 Stunden) über das Bordladegerät
  • defektes Ladegerät
  • ungeeignetes Ladegerät
  • durch zu viele nachträglich eingesetzte elektrische Verbraucher (negative Energiebilanz)

2. Tiefentladene Batterie

dryfit - sportline Batterien vertragen Tiefentladungen bis max. 4 Wochen. Danach sollten sie mindestens 48 Stunden geladen werden. Tiefentladungen die über einen größeren Zeitraum als 8 Wochen mit kleinen Strömen (kleiner K/3 00, das ist eine Stromstärke, mit der in mehr als 300 Stunden ein Akkumulator vollständig entladen wird.) andauern, können zu irreversiblen Schäden der Batterie führen.

Ursachen für Tiefentladung:

  • nicht ausgeschaltete Verbraucher
  • schleichende Entladung im Milliampére-Bereich trotz ausgeschaltetem Hauptschalter, z. B.:

- durch ein elektromagnetisches Absperrventil der Heizung

- durch Solarregler (Ausgang)

- durch das Bordcontrol - Panel

- durch ein Ladegerät (Ausgang)

- durch stille Verbraucher (z.B. Uhr, Kontrollichter, LED)

Beispiel:

Stille Verbraucher können eine Stromaufnahme von ca. 55 Milliamp6re haben. Das bedeutet, daß an einem Tag ca. 1,32 Ah aus der Batterie entnommen werden. Eine vollgeladene 75 Ah - Bordbatterie ist somit nach rd. 2 Monaten restlos entladen! Als Folge einer solchen Schädigung kann nach eventueller Wiederaufladung nur ein Bruchteil der theoretisch entnehmbaren Kapazität entnommen werden oder die Batterie ist bereits durch einen Kurzschluß in einer der Batteriezellen zerstört.

3. Selbstentladung (unabhängig von Dauerverbrauchern)

Extrem geringe Selbstentladung bei 20 - 25 oC mit 0,1% der dryfit - Batteriekapazität / Tag. Bei Temperaturen über 35 oC steigt die Selbstentladung auf 0,7% / Tag, d.h. 7-mal höher!

Bei Standzeiten im Sommer führt die Kombination von Dauerverbrauchern und Selbstentladung ohne Nachladung über das Bordladegerät zu einer noch schnelleren Tiefentladung der Batterie.

Empfehlung:

Nachladung 1-mal / Monat

Für weitere Informationen lesen Sie bitte die Behandlungshinweise, die auf jeder Batterie angebracht sind.

Wichtig! Vor längeren Standzeiten muß die Batterie voll aufgeladen und der Pluspol abgeklemmt werden

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