Gleiches
gilt vor längeren Standzeiten, z.B.
in der Winterpause. Hier muß ebenfalls die Batterie vorher
länger als 12 Stunden geladen werden, damit sie sicher vollgeladen
ist. Danach ist der Pluspol abzuklemmen.
Der Akku ist
ein Stromspeicher. Die entnommene Kapazität muß der Batterie
wieder zu 100 % zurückgeführt werden. Das Bordladegerät
ist in der Regel das einzige Hilfsmittel, die Versorgungsbatterie
wieder zu 100 % aufzuladen. Ladung mit einem ungeeigneten
Ladegerät, das keine Nachladestufe hat, bzw. bei einer Ladespannung
von 14,2 V abschaltet, führt zur starken Sulfatation der
Batterieplatten und somit zum "Verhungern" der
Batterie. Die Lichtmaschine oder das Solarpanel ist nur
eine unterstützende Ladeeinrichtung, um über begrenzte Zeiträume
autark zu sein.
Funktionsweise
des Bleiakkumulators (Grundzüge):
Unabhängig
davon, ob die Batteriesäure flüssig ist oder, wie in den
dryfit - sportline Batterien, als Gel vorliegt, laufen
in allen Fällen die gleichen chemischen Reaktionen ab.
Ein vollgeladener
dryfit - sportline Bleiakkumulator mit 6 Zellen enthält
Schwefelsäure als Gel und hat eine Ruhespannung von >
12,8 V. Die Elektroden (Batterieplatten) bestehen aus Blei
mit großer Oberfläche (Bleischwamm) als negativer Elektrode
und Bleidioxid als positiver Elektrode. Bei der Entladung
wird die Schwefelsäure an den negativen und positiven Batterieplatten
verbraucht. Dabei erfolgt unter Stromfluß eine chemische
Umwandlung zu Bleisulfat und Wasser. Gleichzeitig sinkt
die Ruhespannung auf 11,7 V. Die negativen und positiven
Batterieplatten sind jetzt mit einer Bleisulfatschicht überzogen,
behalten aber ihre stromleitenden Eigenschaften, sodaß beim
anschließenden Ladevorgang die obigen Vorgänge wieder umgekehrt
werden.
Um das bei
der Entladung entstandene Bleisulfat (PbSO4)
vollständig wieder in Bleischwamm (Pb) in den negativen
und Bleidioxid (PbO2) in den positiven Platten
umzuwandeln, ist eine Ladung von mindestens 12 Stunden
mit einem geeigneten Bordladegerät, bzw. einem vom Batteriehersteller
zugelassenen Ladegerät, durchzuführen.
lm tiefentladenen
Zustand (bei Batterien mit flüssiger Säure nach mehr als
1 Tag, bei dryfit - sportline Batterien nach mehr
als 4 Wochen (!), verlieren die Batterieelektroden
zumindest teilweise ihre stromleitenden Eigenschaften, so
daß eine Wiederaufladung nur noch eingeschränkt oder gar
nicht mehr möglich ist.
Was führt
zum Ausfall der Bordbatterie?
1. Negative
Ladebilanz = Kapazitätsverlust = Batterieausfall
- unzureichende
Ladezeit (kleiner als 12 Stunden) über das Bordladegerät
- durch zu
viele nachträglich eingesetzte elektrische Verbraucher
(negative Energiebilanz)
2.
Tiefentladene Batterie
dryfit -
sportline Batterien vertragen Tiefentladungen bis max. 4
Wochen. Danach sollten sie mindestens 48 Stunden geladen
werden. Tiefentladungen die über einen größeren Zeitraum
als 8 Wochen mit kleinen Strömen (kleiner K/3 00, das ist
eine Stromstärke, mit der in mehr als 300 Stunden
ein Akkumulator vollständig entladen wird.) andauern, können
zu irreversiblen Schäden der Batterie führen.
Ursachen für
Tiefentladung:
- nicht ausgeschaltete
Verbraucher
- schleichende
Entladung im Milliampére-Bereich trotz ausgeschaltetem
Hauptschalter, z. B.:
- durch ein
elektromagnetisches Absperrventil der Heizung
- durch Solarregler
(Ausgang)
- durch das
Bordcontrol - Panel
- durch ein
Ladegerät (Ausgang)
- durch stille
Verbraucher (z.B. Uhr, Kontrollichter, LED)
Beispiel:
Stille Verbraucher
können eine Stromaufnahme von ca. 55 Milliamp6re haben.
Das bedeutet, daß an einem Tag ca. 1,32 Ah aus der Batterie
entnommen werden. Eine vollgeladene 75 Ah - Bordbatterie
ist somit nach rd. 2 Monaten restlos entladen! Als
Folge einer solchen Schädigung kann nach eventueller Wiederaufladung
nur ein Bruchteil der theoretisch entnehmbaren Kapazität
entnommen werden oder die Batterie ist bereits durch einen
Kurzschluß in einer der Batteriezellen zerstört.
3.
Selbstentladung (unabhängig von Dauerverbrauchern)
Extrem geringe
Selbstentladung bei 20 - 25 oC mit 0,1% der dryfit
- Batteriekapazität / Tag. Bei Temperaturen über 35
oC steigt die Selbstentladung auf 0,7% / Tag,
d.h. 7-mal höher!
Bei Standzeiten
im Sommer führt die Kombination von Dauerverbrauchern und
Selbstentladung ohne Nachladung über das Bordladegerät
zu einer noch schnelleren Tiefentladung der Batterie.
Empfehlung:
Nachladung
1-mal / Monat
Für weitere
Informationen lesen Sie bitte die Behandlungshinweise, die
auf jeder Batterie angebracht sind.
Wichtig!
Vor längeren Standzeiten muß die Batterie voll aufgeladen
und der Pluspol abgeklemmt werden

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